Eigene Projekte.
Echte Zahlen.
Ich berate Teams bei der Einführung von KI – und betreibe selbst KI-Systeme im Alltag. Hier zeige ich offen, wie eines davon funktioniert, was es kostet und was dabei schiefgegangen ist. Denn genau diese Erfahrungen fehlen in den meisten Folien über KI.
Fallbeispiel und Angebot als PDF · 4 Seiten, 0.6 MB
Zehn Rezeptportale, ein Fliessband.
Ein KI-System recherchiert Rezepte aus zehn Küchen der Welt, schreibt sie auf Deutsch und Englisch, bebildert und vertont sie, prüft sie und veröffentlicht nach festem Plan neue Rezepte aus einem Vorrat. Alle Küchen laufen auf derselben Software; eine neue Küche ist eine Beschreibung des Themas, keine Programmierarbeit.
Was die KI übernimmt.
Jedes Gericht durchläuft dieselbe Kette. Pro Durchlauf wird genau ein Schritt eines Gerichts erledigt – so bleibt jeder Schritt nachvollziehbar, und ein Fehler trifft nie mehr als ein Gericht.
Recherchieren
Websuche nach dem Gericht; als recherchiert gilt es erst mit mehreren vollständigen Quellen von verschiedenen Websites.
Faktenblatt
Aus den Quellen entsteht ein neutrales Faktenblatt: Zutaten, Mengen, Schritte, Herkunft – jede Angabe mit den Quellen belegt, die sie stützen.
Texte schreiben
Nur aus dem Faktenblatt – die KI sieht keine Quelltexte und kann nicht abschreiben. Deutsch und Englisch werden je eigenständig geschrieben, nicht übersetzt.
Bebildern
Ein Bild im festgelegten Stil der Küche, auf der Seite als KI-Bild gekennzeichnet.
Prüfen
Erst Regeln (Eigenständigkeit, Mengen, Längen), dann eine zweite KI, die Faktenblatt, Text und Bild gegeneinander liest und Auflagen erteilt.
Vertonen & veröffentlichen
Jeder Schritt wird für den Kochmodus in beiden Sprachen vorgelesen; neue Rezepte erscheinen nach festem Plan aus dem Vorrat.
Wo der Mensch bleibt.
Automatisiert heisst nicht unbeaufsichtigt. Die KI arbeitet innerhalb von Regeln, die ein Mensch festlegt – und hält an, wenn etwas nicht stimmt.
Festgelegt und überwacht von mir
- Tonfall, Bildstil und Regeln je Küche in einem Themenprofil
- Abnahme jeder neuen Küche auf einer internen, geschützten Vorschau, bevor sie öffentlich wird
- Rezepte, die die Prüfung nicht bestehen, landen mit Begründung in einer Befundliste statt online
- Ein Tagesbudget für KI-Kosten – ist es erreicht, ruht das System bis Mitternacht
- Eine Meldung, wenn sechs Stunden lang kein Fortschritt entsteht
Was ich dabei gelernt habe.
Der Preis ist selten das Problem.
Ein fertiges Rezept kostet rund 1.13 bis 1.38 US-Dollar an KI-Aufrufen. Überraschend war, wohin das Geld fliesst: Selbst wenn alles gut geht, gehen rund 45 Prozent ins Prüfen und Nachbessern, nicht ins Herstellen. Qualitätssicherung ist kein Zusatz, sondern der grösste Posten. Und weil Text, Prüfung und Vertonung je Sprache entstehen, ist auch die zweite Sprachfassung kein Nebenprodukt, sondern ein eigener Kostenposten.
Ein Statusbericht ist kein Fortschrittsbericht.
In einer Woche hat ein Portal an fünf von acht Tagen nichts hergestellt – während der Tagesbericht „keine Warnungen“ meldete. Das System war eingeschaltet, gebremst war nichts, es hatte etwas vor. Nur kam es nicht voran. Seitdem misst die Überwachung Fortschritt statt Zustand.
Ein einziger Ausreisser kann teuer werden.
Ein Gericht, das in einer Schleife hängen blieb, kostete 28.77 US-Dollar – so viel wie rund 25 normale Rezepte. Nach der Korrektur lief es in einem Durchgang für 0.49 US-Dollar durch. Bremsen wie Tagesbudget und Versuchsgrenzen gehören deshalb von Anfang an hinein, nicht erst nach dem ersten Ausreisser.
Was das für Ihre KI-Einführung bedeutet.
Rezepte sind ein harmloses Thema – die Fragen dahinter sind dieselben wie bei Statusberichten, Angeboten oder Dokumentation in Ihrem Unternehmen.
Passende Aufgaben finden
Welche wiederkehrenden Arbeiten lassen sich in klare Schritte zerlegen?
Prüfschritte festlegen
Was muss stimmen, wer prüft es – Regel, zweite KI oder Mensch?
Kosten messen
Was kostet ein fertiges Ergebnis wirklich, inklusive Nachbesserung?
Ausfälle sichtbar machen
Woran merken Sie, dass ein KI-Ablauf still steht, bevor es jemand zufällig sieht?
Die Portale.
Alle Texte, Bilder und Vertonungen auf diesen Seiten sind mit dem beschriebenen Ablauf entstanden.
Stand der Zahlen: Kosten und Ausfälle aus der Auswertung vom 26. September 2026 (Portale Georgien und Korea, bereinigt um einmalige Aufbaukosten); Anzahl Rezepte aus den Sitemaps der neun öffentlichen Portale am 24. Oktober 2026.